[Produktion]

Herstellung

Herstellung

Wie wird ein Teppich geknüpft?

Wir alle haben Teppiche in unseren Wohnungen, aber wie wird dieser überhaupt gemacht?  Ob es sich um einen geknüpften oder gewebten Teppich handelt, erkennt man sehr schnell. Dafür muss man den Teppich wenden. Geknüpfte Teppiche erkennt man an der  Unterseite. Sieht man hier einzelne kleine Knoten, handelt es sich um eine geknüpfte Variante – sieht man dort „nur“ Fäden, ist es ein gewebtes Exemplar. Ein klassisches Beispiel für einen Knüpfteppich ist der Orientteppich, der Flickenteppich ist das klassische Webexemplar. 

Zum Knüpfen benötigt man folgende Hilfsmittel: einen Haken, einen Kamm und ein Messer oder eine Schere. Zustätzlich benötigt man gesponnene Wolle, einen Webrahmen und ein Gerüst. Das Gerüst, in das später eingeknüpft wird, nennet man Stramin. In dieses Gerüst wird nun die Faser geknotet und danach abgeschnitten. 

Es ist wichtig, sich Berberteppiche von der Rückseite aus anzugucken, da man hier die Knoten gut sehen kann. Sind die Knoten nicht 100% gleich und in einer perfekten Reihe, handelt es sich um einen handgeknüpften Teppich. Sind die Knoten sehr akkurat, handelt es sich meist um ein maschinell gefertigtes Exemplar. 

 

Warum wurden schon immer Teppiche hergestellt?
Wozu verwenden die Berber diese? 

Die Geschichte der Beni Ourain Teppiche ist sehr alt und bringt eine Lange Tradition mit sich. Beni Ourain ist eine Volksgruppe aus dem marokkanischen Atlasgebirge. Beni Ourain ist der Oberbegriff von vielen Stämmen, deren bekanntestes Exportprodukt der beige Rautenteppich ist. Im marokkanischen Atlasgebirge ist es im Winter sehr kalt und es schneit dort. 

Die Völker der Beni Ourain züchten eine besondere Art von Schafen. Deren Schafe sind besonders klein und haben ein sehr helles und dichtes Fell. Sie sind die Wolllieferanten für die Beni Ourain Teppiche. 

Früher wurden Beni Ourain Teppiche als Matratze, Zudecke, Wandbehang bzw. Isolierung und Teppich gleichzeitig verwendet, weshalb die klassische Größe auch ca. 2,60×1,60 ist. Man kann sich schön darin einwickeln und wird gegen Kälte geschützt. Im Sommer dagegen kann man den Beni Ourain Teppich wenden, die flauschige warme Seite liegt dann unten – so ist es nicht unnötig warm an den Füßen.

Den Beni Ourain Teppich gibt es seit hunderten von Jahren und er hat sich wohl nur kaum über die Zeit verändert. Die Muster können heute auf westlichem Kundenwunsch hin angepasst werden (pink, gelb, grün), und man kann fast alle Größen bestellen, kleine Läufer und riesige Teppiche. Bei Interesse an einer Maßanfertigung, schreibt uns einfach eine Mail. 

 

Geschichte der Teppichherstellung: Entwicklung von
Web- zu Knüpftechnik, von Mustern

Teppiche haben im Maghreb (Algerien, Marokko. Libyen), sowie im Orient, eine sehr lange Tradition. Früher wurden Wollteppiche ausschließlich gewebt. Mit einem hölzernen Webrahmen hat man ein Grundgeflecht gespannt und hat mit einem Bogen Reihe für Reihe die Fasern verwebt. Bei uns in Deutschland/ Österreich ist der Klassiker der Flickenteppich, auch dieser ist gewebt. Seit dem 20. Jahrhundert ist man aber auch bei den Berbern aus Marokko auf Knüpftechnik umgestiegen. Die Knotentechnik erleichtert es feinere, flauschigere Teppich herzustellen. 

 Man hat auch hier ein Grundnetz und arbeitet mit Knoten. Hilfsmittel sind hier der Knüpfhaken und der Webstuhl. Jeder, der das einmal ausprobiert hat, weiß, wie anstrengend das knüpfen sein kann! Die Knüpftechnik ist schwieriger zu erlernen und Frauen geben das Handwerkswissen innerhalb der Familie an die Töchter weiter. 

Die Knüpftechnik hat sich, aufgrund von maschineller Produkt, rasant ausgebreitet. Die echte Beni Ourain Teppiche sind aber (wie eh und je) von Hand gemacht.

 

Handgewebte Teppiche und andere schöne Produkte

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